Laden mit „Insel-PV-Anlage“

  • Ich bin an folgender Überlegung dran. Ich könnte mir ein „Balkonkraftwerk“ anschaffen, mit 600 Wp, etwa 2,7A bei 230V maximal. Wenn ich diese kleine PV-Anlage, als Insel, nur zum Laden des Smart nehmen würde, könnte ich rechnerisch in etwa den sommerlichen Bedarf an Ladeleistung erzeugen. Allerdings ist nun die Frage, ob der Smart sich mit diesem geringen und auch unregelmäßigen Strom/Leistungsangebot laden lassen will? Noch wichtig, unser Smart hat nur das kleine interne 1-phasige Ladegerät und einen Ladeziegel der einstellbare Ströme von 6A-32A hat. Vielleicht hat jemand sowas mal probiert. Wenn das ginge, könnte man natürlich auch eine etwas stromstärkere Insel bauen. Wenn man von sommerlichen 6h Sonnenschein ausginge, könnte man auch 4 x 600 Wp = etwa 10A bei 230A = 2.300W x 6 = 13,8 kWh laden. Das wäre natürlich erst mal nachzurechnen, ob das finanziell Sinn macht. Aber im Moment geht es mir um die technische Machbarkeit.

    Ein Hamsterrad sieht nur von innen aus wie eine Karriereleiter

  • Im Allgemeinen starten die Bordlader erst mit min. 6A, mein aktueller EQ/22kW erst mit 8A. Und selbst dann hast Du meist noch einen bescheidenen Wirkungsgrad.

    Wenn Du dann noch berücksichtigst, dass die PV-Module ja seltenst am Maximum arbeiten, dürfte unter ca. 5kWp nicht viel gehen.


    Andere Sichtweise: Du brauchst doch sicher auch Strom für andere Zwecke. Ein Balkonkraftwerk bzw. PV ist grundsätzlich immer sinnvoll. Und es ist ebenso sinnvoll, schlicht alles mit PV zuzubauen, was nicht gerade ein steiles Norddach ist ;)


    Es ist doch letztlich egal, ob du fossilen Strom bei der Kaffeemaschine oder beim Smart durch PV-Strom ersetzt. Ökonomisch wie ökologisch. Und es wäre auch noch besser, ungenutzten Strom selbst ohne Vergütung einzuspeisen als ihn in einer Insel verschimmeln zu lassen.


    p.s.: Warum überhaupt eine Insel? Ferienhaus in der Sahara ;) ?

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    Solar-Tankstelle mit 17kWp, rund 16MWh p.a. Produktion und (natürlich) ohne stationären Speicher ;)

  • Ja ISOMEER, stimmt, natürlich was du sagst. Aber sobald man über die Grenze von 600Wp gehst, geht der ganze Verwaltungskram los. Ich hätte jede Menge Dachfläche (60 qm, 45 Grad SSW und 40 pm Flachdach S) zur Verfügung. Aber den ganze Spass mit Speicher und Steuerung..... läge irgendwo bei >>30.000 €. Selbst wenn man damit vielleicht 20.000 kWh erzeugen könnte, davon 3.500 kWh selber verbrauchen könnte, und 16.500 kWh zu 0,08 € verkaufen würde, käme man auf einen ROI von >> 10 Jahren. Das ist mir ehrlich gesagt zu weit weg, da ich nicht mehr ganz 30 bin.

    Das Balkonkraftwerk, kann ich mir selber installieren und kostet vielleicht 600€. Wenn ich damit 400-500 kWh erzeugen könnte wäre der ROI bei ca. 4 Jahren und das Invest ist sehr überschaubar. Die Idee von der Insel war, sich von den ganzen Auflagen der Stadtwerke etc. zu befreien und man könnte das ganze, wenn es gut klappt, auch erweitern.

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  • Eine Insellösung ist eher im Bereich von ca 5kwp zu sehen, wenn der Wechselrichter 2kW kann und Du im Idealfall noch etwas Speicher (4-5kWh) dazu tust. Dann kann sich der Speicher auch füllen, wenn der Smart nicht dabei steht und der Smart bricht die Ladung nicht gleich ab, wenn mal eine Wolke vorbei zieht.

    Ich habe das ganze Spiel testweise mal gemacht, allerdings hatten wir nur 1,2 kWp Solarleistung und 4kWh Speicher, als wir ein Hausboot gebaut haben.

    Schöne Spielerei…. Und wenn das ganze wirklich als Insel ausgeführt ist, kann auch der Netzbetreiber nix dazu sagen. Auch die Steuer kann sich da nicht einmischen, wobei ich mir hier nicht zu 100% sicher bin.

    Erstfahrzeug: Peugeot 308SW 150 DieselPS für die Langstrecke, oder zum Transport

    Zweitfahrzeug: Smart 451ED für die Stadt zum Spaßhaben

    beide Fahrzeuge gebraucht gekauft, aber beide am selben Tag die Erstzulassung (09/14)

  • JAber den ganze Spass mit Speicher und Steuerung..... läge irgendwo bei >>30.000 €.

    Mein Tipp: Gehe ins Photovoltaik-Forum und lasse Dich dort beraten.
    Ich habe mit praktisch gleichen Ideen vor 1,5 Jahren angefangen. Am besten Insel, keine Anmeldung und keine Steuer.

    Hier fyi mein PV-Werdegang:

    https://www.photovoltaikforum.…ostID=2059810#post2059810

    https://www.photovoltaikforum.…m-besten-nutzen/?pageNo=1


    In Summe meine Erkenntnis: Das PV-Forum ist die mit Abstand beste Infoquelle zum Thema - und die schlechteste sind 95% der Solarteure und Elektriker.
    Und mache einen kritischen youtube-Bogen um Laudeley, Farenski und Piepenbrink. Die sind zwar gut für die Sache, aber eben komplett auf E3DC-Verkauf (dann immer mit Speicher) getrimmt.


    Stand heute sage ich: Spätestens, wenn man das Budget noch auf einem Sparkonto vergammeln lässt, nix wie ran!
    Die PV war meine beste Investitionsentscheidung ever, gerade in Verbindung mit BEV. Und ich werde in diesem Jahr 63 ;)


    Es ist zwar jede Situation anders, aber in den meisten Fällen gilt:
    Stationärer Speicher rechnet sich ohne erhebliche Förderung nicht (mit einem BEV vor der Tür noch weniger als nicht ;) )

    Der Verwaltungskram ist nur am Anfang eine Hürde, es gibt aber massenweise Tutorials im PV-Forum und natürlich auch auf youtube. Es ist schon etwas schlimm in D, aber absolut machbar und auf jeden Fall die Sache wert!

    Tipp: Wenn Du ein Balkonkraftwerk selbst hinbekommst, kannst Du auch für eine PV einiges an Eigenleistung einbringen. Ich habe die vorbereitende E-Installation, Kabelwege etc selbst erledigt und kam Anfang 2021 auf rund 14.000€ für 17kWp, dann noch abzüglich 19% wegen Rückerstattung USt. Und ich bekomme derzeit noch 95€/Monat Einspeisevergütung - das ist aber der Wert von Mitte 2021 und da kann man derzeit nur auf alle Überraschungen gespannt sein.

    Ich würde jetzt komplett planen, Solarteur suchen und bauen, sobald die neue Förderung raus ist.

    Und je nach Zockermentalität/Weitsicht ggf. schon mal das wesentliche Material (Module, WR) "sichern". Wenn die neue Förderung kommt, könnte es sehr schnell sehr knapp am Materialmarkt werden.

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    Edited 7 times, last by Isomeer ().

  • Ich würde hier gerne nochmals nachhaken:


    Ich überlege mir eine kleine Windkraftanlage hinzustellen.


    Eine kleine Pufferbatterie soll auch dazwischen.


    Also nochmals die Frage:

    Wie viel Strom braucht man, bzw. was für Kleinst-Ladegeräte (Ziegel) gibt es, um ein geringes Laden zu ermöglichen.


    Ich hätte am Wochenende theoretisch voll 3 Tage Zeit den Akku wieder aufzufüllen.

    Gruß aus Bremen, Heiko!


    Smart ForTwo EQ Cabrio aus 2018 in Schwarz / Lava-Orange • Passion • advanced • Winterpaket • uvm

  • Wie viel Strom braucht man, bzw. was für Kleinst-Ladegeräte (Ziegel) gibt es, um ein geringes Laden zu ermöglichen

    Die Untergrenze von 6A (entspricht rund 1,4kW) wird vom Typ2-Standard bestimmt und gerade der Smart lädt erst mit 8A zuverlässig.

    Für ein Windrad eher jenseits des Machbaren. Und eine Zwischenspeicherung reduziert den Wirkungsgrad und erhöht die Kosten. Wirtschaftlich wird das nie.
    Daher einfach den Strom einspeisen oder mit anderen, weniger leistungshungrigen Verbrauchern lokal nutzen.

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  • Die Errichtung/Anmeldung/Genehmigung einer PV Anlage ist doch aber total unkompliziert wenn.... das wie bei unserer PV alles komplett der Solarteur übernimmt.

    Ausser Unterschriften und ein einmaliges Erscheinen bei der Bank war da nichts vonnöten.


    Die Anlage wurde nach unseren Maßgaben installiert und hat knapp 11KWp.


    Damit aber kann man ein BEV zwischen November und Februar nicht wirklich mangels Ertrag laden.


    ICH würde eine PV errichten so groß wie möglich, die Laufzeiten von Waschmaschine/Geschirrspüler et. in die Peakzeit der Anlage legen, das Auto laden, wann immer Stromüberschuss da ist. Zudem kann man noch ggf. eine Brauchwasserwärmepumpe installieren. Die liefert dann von April bis Oktober heißes Wasser mit Strom vom Dach.


    Damit wird nicht mehr dramatisch viel eingespeist.

    Edited 2 times, last by firefox58 ().

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